logo
  • Diffusions-Tensor-Imaging (DTI)

    Die diffusionsgewichtete Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das sich bereits seit längerer Zeit in der Standard-Bildgebung des zentralen Nervensystems etabliert hat. Mit Hilfe von magnetischen Feldgradienten kann die freie Beweglichkeit, die sogenannte Diffusion, von Wasserstoffmolekülen in verschiedenen Geweben des Körpers gemessen und räumlich aufgelöst dargestellt werden.

    Wie auch bei der konventionellen Magnetresonanztomographie ist auch bei der diffusionsgewichteten Bildgebung weder eine Gabe von Kontrastmitteln, noch der Einsatz von ionisierender Strahlung notwendig. Die von uns eingesetzte Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI) ist eine relativ neue Technik, die den Aufbau und die mikrostrukturelle Zusammensetzung von verschiedenen Gewebearten wie z. B. Muskeln oder Nerven darstellen kann. Bei der DTI wird die Richtungsabhängigkeit der Diffusion von Wasserstoffmolekülen in dem zu untersuchenden Gewebe erfasst und anschließend in verschiedenen Parameterkarten dargestellt.

    Darstellung des Karpaltunnels der rechten Hand von einem gesunden Probanden mittels DTI. Die Abbildung zeigt den gesunden Nervus ulnaris und Nervus medianus. Die blaue Farbcodierung in dieser sogenannten FA-Karte zeigt an, dass die Diffusion stark entlang des Nervenverlaufs gerichtet ist – wie bei gesunden Nerven normal und zu erwarten ist.

    DTI in der MR-Neurographie

    In hochstrukturierten Geweben wie den peripheren Nerven ist die Diffusion von Wasserstoffmolekülen normalerweise entlang des Faserverlaufs der Nerven gerichtet. Bei  Erkrankungen der Nerven verändert sich das Diffusionsverhalten im Nervengewebe. Diese Veränderungen sind mittels DTI messbar. Dadurch können quantitative Aussagen über die normale, physiologische Struktur des Gewebes sowie über eventuelle krankhafte Veränderungen getroffen werden.

    Mehrere wissenschaftliche Studien sowie die Ergebnisse unserer eigenen Studien zeigen, dass die DTI ein sehr sensitives Verfahren ist, möglicherweise sogar noch sensitiver als die konventionelle Magnetresonanztomographie.

MR-Neurographie: Methoden